Herzlich Willkommen in der Stadt an der Mulde!
Die Ringelnatzstadt Wurzen, gelegen im Muldentalkreis, ist als Große Kreisstadt mit ihren Stadtteilen Dehnitz, Nemt und Roitzsch eine der ältesten Städte im Freistaat Sachsen. Die Entfernung zur Landeshauptstadt Dresden beträgt ca. 76 km, zur Messestadt Leipzig ca.27 km.
Das hohe Ostufer der Mulde gehört zu den früh besiedelten und befestigten Plätzen in dieser sächsischen Region.
Erstmalig im Jahr 961 erwähnt, erlebte Wurzen eine bewegte Geschichte. Krieg und Frieden, Armut und Wohlstand haben die Stadt und ihre Bürger begleitet. 1114 weihte Bischof Herwig das zum Bistum Meißen gehörige bischöfliche Stift mit einer Marienkirche. Seit 1248 übten die Meißner Bischöfe die Vorherrschaft über die bereits entwickelte Marktsiedlung aus. Von politischer und wirtschaftlicher Blüte als Residenzstadt der Bischöfe zu Meißen (1489 bis 1581) bis zur Bedeutungslosigkeit (verheerende Pestepidemien und Kriege führten im 17. und 18. Jahrhundert zu Niedergang und Verarmung) erlebte die Stadt die gesamte Bandbreite geschichtlicher Wechselfälle. Mit dem Bau der Straßenbrücken über die Mulde 1830/31 und der Fertigstellung der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen Leipzig und Dresden wurde ein wirtschaftlicher Aufschwung eingeleitet. Es entstanden zahlreiche Betriebe der Nahrungsmittel- und Textilindustrie, der Metallverarbeitung, des Maschinenbaus, der Bauwirtschaft sowie der Landwirtschaft und des Obstbaus. Diese Wirtschaftsstruktur bestimmt die Stadt im wesentlichen bis in die Gegenwart.
Historisch gewachsen mit einem erhaltenswerten Stadtkern- geprägt durch den höher gelegenen Teil mit Dom und Schloss – hat das Zentrum der Stadt einen hohen Schauwert. Zahlreiche kulturhistorische Zeitzeugen, wie das Museum mit seiner deutschlandweit bedeutendsten Dauerausstellung zu Leben und Werk von Joachim Ringelnatz, sind noch heute, dank aufwändiger Sanierungsmaßnahmen, erhalten. Wurzens Silhouette wird von den Türmen des Domes, des Bischofsschlosses, der spätgotischen Stadtkirche St. Wenceslai und den neuzeitlichen, imposanten Türmen der ehemaligen Krietschmühle geprägt.
Überall trifft der Besucher auf Renaissance- und Barockgebäude, die neben jüngeren Wohnbauten und Geschäftshäusern mit reichen Jugendstilfassaden ein eigenes Flair entstehen lassen. Durch die Muldestadt führt ein Teil des wiederbelebten ökumenischen „Jacobspilgerweges“, der von Osten entlang der Via Regia gen Santiago de Compostela (Spanien) führt.
Wurzen bietet Ruhe und Beschaulichkeit gegenüber der großstädtischen Hektik. Genießen Sie diese im historischen Zentrum oder den liebevoll gestalteten Parkanlagen am Stadtrand. Am Markt und in den angrenzenden Straßen und Gassen finden Sie eine Vielzahl von Geschäften, gastronomischen und kulturellen Einrichtungen. Zum Einkaufen, Verweilen, Ausruhen oder auch nur zum Bummeln ist genügend Platz und Gelegenheit. Es gibt so vieles, was die über 1040jährige Stadt beeindruckend und liebenswert macht. Lassen Sie sich von ihrem Flair einfangen und begeben Sie sich mit uns auf einen „Stadtrundgang in Wort und Bild. Viel Vergnügen!
Für das Wurzener Land charakteristisch sind ausgedehnte Wälder, weitläufige Flussauen, sanfte Hügel, Badeseen und Schlösser mit wunderschönen Parks und Gärten.
Wurzen liegt an der Grenze zweier Landschaften: der Leipziger Tieflandsbucht und dem Nordsächsischen Porphyrkuppenhügelland (Hohburger Berge). Der Naturraum der Stadt selbst wird durch ihre Lage am östlichen Hochufer der Mulde geprägt. Die Stadt befindet sich im „Tal der Burgen“ und hier kreuzt sich der Muldental- Radwanderweg mit der Leipzig- Elbe- Radroute. Entlang des Flusslaufes der Mulde erwartet den Besucher eine reizvolle, vielfach naturbelassene Landschaft mit einer einzigartigen Flora und Fauna.
Die Vielzahl von Ausflugszielen und Erholungsmöglichkeiten macht es touristisch sehr interessant. Wurzens Umgebung bietet vielleicht nichts Außergewöhnliches, aber ungemein Schönes, eben weil überwiegend noch naturbelassen und für Wanderer und Radler überaus reizvoll. Ob an den Muldeufern oder an den Altwassern ehemaliger Flussschlingen, überall kommt der Naturliebhaber voll auf seine Kosten. Die Tourist-Information im Museum in der Domgasse ist der Anlaufpunkt für Besucher der Stadt und für ihre Bürger Informations- und Serviceeinrichtung.
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